Thieplatz

Lienen, Nordrhein-Westfalen
2010 (unbuilt)

Ziel der Umgestaltung ist es, Barrieren und Grenzen aufzuheben, um eine räumliche Einheit zu schaffen. Der Platz soll als Fläche innerhalb der Bebauung, zwischen den Häusern, entstehen und an seinen Rändern klar definiert sein.
Um dem Verkehrsinseleffekt vorzubeugen und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, bedarf es einer Pufferzone zur Strassenkante, die zum einen den Platz vom Verkehr abschirmt, zum anderen auch eine räumliche Qualität bietet.
Er muss auf seiner gesamten Fläche für Fussgänger, Radfahrer, Kinderwägen, Rollstuhlfahrer ohne Stufen oder andere Hindernisse nutzbar sein. In jede Richtung soll eine Durchquerung als direkte Verbindung ¸ber den Platz möglich sein.
Eine durch Autos befahrbare Zone bleibt erhalten, gehört aber gleichwertig zum Rest des Platzes.

Die bisherigen Nutzungen (Terrasse, Motorradtreff, Maibaum, Sonderveranstaltungen durch Gastronomie) können weiterhin – im Idealfall sogar besser – ausgeübt werden. Darüber hinaus sind auch neue Programme denkbar: Verlegung von saisonalen Events wie dem Sonnenblumenmarkt oder Ähnlichem auf den Thieplatz, Konzerte, Aussenterasse für die AWO, Eislauffläche im Winter..
Den Besonderheiten der Jahrezeiten soll Rechnung getragen werden: Der Baumblüte im Frühjahr, der sommerlichen Terrassennutzung, dem Schatten der Bäume, sonnigen Plätzen zum Eisessen, der Laubfärbung im Herbst, der festlichen Beleuchtung zur Weihnachtszeit.