Meine Westentasche

Berlin, Germany
Senate Department for Urban Development Berlin
2012
with Rixdorfer Primary School

Das Thema der Schülerworkshops 2012 war “Dorf und Metropole”. Hintergrund hierfür war nicht zuletzt die Jubiläumsfeier der Gründung des böhmischen Dorfes, welches sich nun als Relikt in einer Metropole befindet. Darüber hinaus war das Thema für uns auch Anlaß, darüber zu reflektieren, welches Merkmale sein könnten, durch die sich das Leben im Dorf vom Leben in der Stadt unterscheidet. Über rein äußerliche Merkmale wie die bauliche Struktur und Bevölkerungsdichte hinaus interessierte uns hier insbesondere der Aspekt der Vertrautheit mit dem städtischen Umfeld.

Während in dörflichen Situationen persönliche Bezugspunkte verschiedener Anwohner oftmals von außen erkenn- und erfahrbar sind, alltägliche Wege/Routen sich überschneiden, sind im städtischen Kontext diese persönlichen Bezugspunkte nicht mehr klar ablesbar, dadurch wird auch die Identifikation und das Entstehen von Vertrautheit schwieriger. Diese Komplexität wollten wir mit Kindern anhand ihrer persönlichen Bezugspunkte entschlüsseln und Unbeteiligten/Fremden einen Einblick in deren ganz persönliches Neukölln gewähren.

Die Kinder nahmen eine Rolle als “Experten” für ihre Stadt ein. Sie lernten die Perspektiven anderer Kinder kennen und erfuhren eine Sichtweise der Stadt als Summe oder auch Produkt vieler individueller Lebensräumen. In einem Blanko-Stadtplan verorteten sie ihre persönlichen Bezugspunkte.

Für eine Ausstellung bei den 48hNeukölln entstand ein Hörspaziergang, bei dem die SchülerInnen der 4.Klasse der Rixdorfer Grundschule von ihren persönlichen Bezugspunkten entlang der Karl- Marx- Straße und ihrer ganz eigenen Vorstellung von Dorf und Metropole erzählen.

 

This project is part of a workshop series hosted by Young Arts NK and Cultural Network Neukölln and funded by Senate for Urban Development Berlin and Aktion KMS!.